Arbeitsvertrag umwandlung in minijob

Arbeitsvertrag umwandlung in minijob

No Comments on Arbeitsvertrag umwandlung in minijob

Neben der Zunahme der Niedriglöhne ist diese weiter verbreitete Verwendung von atypischen Verträgen ein wesentliches Merkmal der Arbeitsmarktdualität in Deutschland. Der Anstieg der “atypischen” Arbeitsplätze ist zum Teil auf den sektoralen Wandel zugunsten der Arbeitsplätze im privaten Dienstleistungssektor zurückzuführen, wurde aber auch durch eine gewisse Deregulierung der Rechtsvorschriften für diese Arbeitsplätze erleichtert. Besonders auffällig ist der massive Anstieg der Sozialversicherung und der Regelungen zur Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus hat sich die marginale Teilzeitarbeit mit Bruttoverdienst auf bis zu 450 EUR pro Monat erweitert. Letzteres ist auf ein sich aufzeichnendes Beschäftigungsmuster bei einigen privaten Dienstleistungen als Reaktion auf die Verfügbarkeit und Ausweitung der Minijob-Vereinbarung zurückzuführen. Befristete Arbeitsverträge sind in den letzten Jahren auf mittlerem Niveau geblieben, mit Raten von etwa 7–8 % der Gesamtbeschäftigung (ohne etwa den gleichen Anteil befristeter Lehrverträge). Die zunehmende Dynamik steht hinter der Entwicklung der Leiharbeit, obwohl sie mit etwa 2,5 % der Gesamtbeschäftigung immer noch ein recht kleiner Teil des Arbeitsmarktes ist. Die Ausweitung der Leiharbeit ist hauptsächlich auf umfangreiche Reformen und damit verbundene Umstrukturierungen von Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe seit Mitte der 2000er Jahre zurückzuführen. Ganz besonders wichtig ist schließlich die Zunahme der Zahl der Selbständigen ohne Arbeitnehmer. Was schließlich die Beschäftigungsbedingungen betrifft, so neigen atypische Arbeit und niedrige Löhne in vielen Berufen dazu, in vielen Berufen zusammenzupassen, wie Abb. 5 zeigt.

Am stärksten betroffen sind wiederum vor allem Berufe, in denen das Beschäftigungswachstum mit einem erhöhten Anteil atypischer Verträge (42, 51, 52, 91) und von Agenturen vergebenen Arbeitsverträgen (93) verbunden war. Diese Entwicklungen sind ohne Berücksichtigung der sektoralen und beruflichen Veränderungen der letzten 10-15 Jahre kaum zu verstehen (siehe auch Eichhorst et al. 2015). Aus Tabelle 2 geht hervor, dass die Anteile der verschiedenen Formen der atypischen oder atypischen Arbeit in den einzelnen Wirtschaftssektoren unterschiedlich sind. Einige Sektoren sind in hohem Maße auf geringfügige Teilzeitarbeit (Privathaushalte, Wohnungs- und Gastronomie, sonstige Dienstleistungen), befristete Arbeitsverträge (Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, aber auch Bildung), freiberufliche (Kunst- und Berufstätigkeiten) oder Leiharbeit (hier als separater Sektor klassifiziert) angewiesen. Eichhorst, W., Grienberger-Zingerle, M., Konle-Seidl, R.: Aktivierungspolitik in Deutschland: vom Statusschutz zur Grundsicherung.

Locations

ON THE RUN CLEAR LAKE

     

tel 281.480.5388 // fax 281.480.5654



ON THE RUN BEAUMONT

     

tel 409.861.1587 // fax 409.861.1587

Back to Top